Meine geretteten Tiere


Sogenannte „Nutztiere“ können auf verschiedene Weise gerettet werden. Die offensichtlichste Möglichkeit ist die direkte Befreiung aus den Ställen der Tierhalter. Oftmals können so nur wenige Tiere ihrem Schicksal entkommen, die Aktionen haben jedoch insbesondere einen wichtigen symbolischen und politischen Wert.

Die massenhafte Rettung von Tieren findet hingegen relativ unspektakulär statt, nämlich indem die Nachfrage nach „tierischen Produkten“ verringert wird. Eine sehr effektive Möglichkeit ist es, omnivore Menschen hinsichtlich der Ethik des Konsums von Tieren und deren „Produkten“ zu informieren und sie zur logischen Schlussfolgerung einer veganen Lebensweise zu führen. Die dann ethisch motivierten Veganer steigen nicht nur komplett auf Alternativen um, sondern inspirieren ihr Umfeld, werden oft selber aktiv und inspirieren wiederum Omnivore vegan zu leben.

Dieser sich selbst verstärkende, exponentielle Effekt ist wesentlicher Bestandteil des Kalkulators, der die potentiell geretteten Tiere einer Aktivistin / eines Aktivisten berechnet. Er lässt sich über den Schieberegler Durchschnittlicher Zeitraum, in dem ein Veganer einen Omnivoren inspiriert, vegan zu leben einstellen.

Eine wichtige Größe des Exponentialeffekts ist auch der Betrachtungszeitraum. Zum einen bestimmt er die Anzahl der sich selbst verstärkenden Zyklen, zum anderen für wie viele Jahre ein(e) Neuveganer(in) keine „tierischen Produkte“ mehr konsumiert. Wird der exponentielle Effekt bspw. für 25 Jahre betrachtet und wird er (sie) bspw. im Jahr 10 vegan, so werden für diese Person nur für 15 Jahre nicht konsumierte Tiere und „Tierprodukte“ einberechnet. Der maximal einstellbare Betrachtungszeitraum ist 30 Jahre, da aufgrund des Exponentialeffekts, eines Wertewandels und der Klimakatastrophe davon auszugehen ist, dass spätestens Mitte des Jahrhunderts kaum oder keine „tierischen Produkte“ mehr nachgefragt und angeboten werden.

Der Exponentialeffekt wird etwas abgemildert durch den Allgemeinen Konsumrückgang. Durch zunehmend verwechselbare pflanzliche und kultivierte Alternativen zu „tierischen Produkten“ ist zu erwarten, dass der Konsum – meist unbewusst – immer weiter abnimmt. Dieser Faktor lässt sich individuell pro Tier bzw. „tierisches Produkt“ einstellen.

Die Berechnung des Exponentialeffekts ‚x‘ basiert auf folgender linearer Differenzengleichung:

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c = durchschnittlicher Zeitraum, in dem ein Veganer einen Omnivoren inspiriert, vegan zu leben

p = Betrachtungszeitraum

d = 1 = allgemeiner Konsumrückgang

n  = sich selbst verstärkende Zyklen